Böllergruppe


Böllergruppe


Boelllertafel_klein.jpg Die Tradition des Böllerschießens blickt auf eine alte Geschichte zurĂŒck. Seit Jahrhunderten ist es Brauch, mit Hilfe von „LĂ€rm“ verschiedene Ereignisse zu verkĂŒnden. Sei es das Vertreiben böser Damonen, ein Ausdruck der Freude, Funkenfeuer oder zu kirchlichen AnlĂ€ssen. Zum Brauchtum gehört auch das Hochzeitsschießen, sowie der dreifache Ehrensalut bei der Beerdigung eines Kameraden. Ebenso schießt man bei JubilĂ€en und Festen des Vereins.

Um eben diesen „LĂ€rm“ zu erzeugen, bedient man sich des Böllers. Ein Böller ist ein „SchussgerĂ€t, in den eine verdĂ€mmte Pulverladung aus Schwarzpulver eingebracht und anschließend gezĂŒndet wird. Ein lauter Knall entsteht, der weithin zu hören ist. Geladen wird meist von vorne und verdĂ€mmt mit Kork oder Filz. Diese am weitesten verbreitete Art des Schießens wendet man bei Hand- und Schaftböllern an.

Zur Pflege dieses alten Brauchtums wurde im Jahre 1995 von Georg Nothelfer eine Böllergruppe ins Leben gerufen. Es schlossen sich sechs BöllerschĂŒtzen der Gruppe an. Jeder BöllerschĂŒtze musste eine PrĂŒfung vor dem Gewerbeaufsichtsamt ablegen. Nach Erwerb der Berechtigung des Sprengstoffscheines konnte mit dem Übungsschießen begonnen werden. Anfangs war dies gar nicht so einfach. Denn Schussfolge und Kommandos mussten erst einstudiert werden und es gab immer wieder SpĂ€tzĂŒnder, FrĂŒhstarter und BlindgĂ€nge. Endlich zum Wendelinusfest am 22.10.95 war es so weit. Der Startschuss zum Kirchenzug konnte abgefeuert werden.

Im Laufe der Zeit fanden weitere AnlĂ€sse fĂŒr die BöllerschĂŒtzen statt. Ein großes Ereignis war das 11. Bayrische BöllerschĂŒtzentreffen am 14.09.95 in Seeg im AllgĂ€u. Der SchĂŒtzenverein „Hubertus“ SchnĂŒrpflingen feierte am 17.10.98 sein 90-jĂ€hriges JubilĂ€um. Nach einer Hubertusmesse wurde bei Nacht geschossen. Das Abfeuern der Böller in der Dunkelheit war sehr eindrucksvoll. Der Deutsche SchĂŒtzentag am 30.04.01 in Ulm war wohl ein einmaliges Erlebnis. Schussmeister Paul Knauer gab das Kommando zum Anschießen des Festzuges.

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Heute besteht die Böllergruppe aus 13 BöllerschĂŒtzen. Seit der GrĂŒndung haben sich sieben Mitglieder hinzugesellt. Es sind nun zwei Frauen: Simone Nothelfer und Moni Ruepp sowie elf MĂ€nner: Georg Nothelfer, Wolfgang Nothelfer, Josef Nothelfer, Rainer Nefzger, Gottfried Reisser, Paul Knauer, Paul Nothelfer, Manfred Nothelfer, Konrad SĂ€lzle, Alexander Reisser und Rainer Ruepp. Geschossen wird mit elf Handböllern, zwei Schaftböllern, drei Kanonen und einem Standböller.

Eine alte Tradition veranlasst nun mehr dreizehn BöllerschĂŒtzen dieses Brauchtum neu zu beleben. Mit GrĂŒndung der Böllergruppe im Jahre 1995 war der erste Schritt getan. Viele FreudenschĂŒsse, EhrenschĂŒsse und SalutschĂŒsse wurden abgefeuert und so hoffe man dass die Zukunft noch viele besondere AnlĂ€sse bietet um dieses Brauchtum in Ehren zu halten.

In diesem Sinne: „Hebt an – Feuer“ 





Kontakt Böllergruppe:
Georg Nothelfer
Tel: ( 0 73 06) / 3 37 33
e-Mail: Kontaktformular


WeiterfĂŒhrende Informationen:
Rechtliche Regelungen fĂŒr den Bereich Böller
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